Die Fahrschulen auf den Balearen üben scharfe Kritik an der spanischen Verkehrsbehörde. Der Grund: massive Engpässe bei den Fahrprüfungen, auf die die Generaldirektion für Verkehr (DGT) nicht angemessen reagiert. Javier Díaz, ein Experte für Verkehrssicherheit, bezeichnet die bisherigen Maßnahmen der Behörde als ineffizient und unzureichend. Trotz wiederholter Gespräche zeige die DGT kaum Handlungsbereitschaft.
Der akute Prüfermangel führt dazu, dass auf den Inseln derzeit 29 Schüler auf einen Prüfer warten – fast das Doppelte des landesweiten Durchschnitts. Insgesamt harren 9.140 Fahrschüler auf ihre praktische Prüfung aus: 7.219 für den Pkw-Führerschein, 724 für den Motorradführerschein und 718 für den Lkw- und Busführerschein.
Verzögerungen beim Führerschein behindern Zugang zum Arbeitsmarkt
Die Warteschlangen haben gravierende Folgen: Viele junge Menschen finden keinen Job, weil sie ihre Fahrerlaubnis nicht rechtzeitig in den Händen halten. Einige Prüfungskandidaten weichen mittlerweile aufs Festland aus, um dort schneller einen Prüfungstermin zu bekommen.
Díaz schlägt zwei Lösungen vor: Entweder müssten die Prüfer flexiblere und längere Arbeitszeiten erhalten, oder die Prüfungen sollten privatisiert werden. Nur so lasse sich der Rückstau innerhalb von sechs bis zwölf Monaten abbauen.









