Lebenslange Haft nach brutalem Tötungsdelikt
Der Gerichtshof der Provinz Palma hat Vítor Aníbal Temporao Martins zu lebenslanger Haft verurteilt. Der 49-jährige Portugiese tötete im September 2023 seine Schwiegermutter in der Colònia de Sant Jordi durch zahlreiche Fußtritte. Das Gericht stellte fest, dass Martins der 74-jährigen Erika Helene Röhrig über einen Zeitraum von etwa 15 Minuten schwere Gewalt zufügte, die zu ihrem Tod führte. Die Umstände des Verbrechens beschreibt das Gericht als „inhuman“, da sich das Opfer aufgrund ihres Alters und Gesundheitszustands nicht verteidigen konnte.
Entschädigung und Aufenthaltsverbot
Zusätzlich zur Haftstrafe muss Martins eine Entschädigung von 300.000 Euro an seine ehemalige Partnerin zahlen, die Tochter des Opfers. Nach seiner Haftentlassung darf der Verurteilte Mallorca zehn Jahre lang nicht betreten. Das Urteil beruht auf der Einstufung der Tat als geschlechtsbedingtes Verbrechen, da sie in einem Kontext der Dominanz und Verachtung gegenüber Frauen stattfand.
Tat in abgelegenem Haus
Das Verbrechen ereignete sich in einem abgelegenen Haus, sodass keine Hilfe von Nachbarn möglich war. Besonders erschütternd: Martins tätigte während der Tat vom Handy des Opfers einen Anruf an seine Ex-Partnerin. Nach Überzeugung des Gerichts wollte der Angeklagte durch den Mord auch die Tochter emotional treffen.










