Auf Mallorca sind sechs junge Männer wegen der Folterung eines behinderten Mannes aus Manacor zu jeweils fünf Monaten Bewährungsstrafe verurteilt worden. Die Täter hatten ihrem Opfer 2021 unter anderem einen Penis ins Gesicht und einen BH auf die Brust tätowiert. Zudem verhängte das Gericht Geldstrafen von jeweils 1.450 Euro.
Die Staatsanwaltschaft hatte ursprünglich viereinhalb Jahre Haft gefordert, reduzierte diese Forderung jedoch nach einem Vergleich mit der Verteidigung. Die Angeklagten gestanden im Prozess Vergehen gegen die moralische Integrität, Körperverletzung und Nötigung.
Brutale Taten in Manacor
Die Verbrechen ereigneten sich in Manacor, der drittgrößten Stadt Mallorcas. Die Täter nutzten gezielt die geistige Behinderung ihres Opfers aus und brachten es in erniedrigende Situationen. Neben den Tätowierungen nähten sie dem Mann auch die Zehen zusammen und klebten ihm die Lippen zu.
Um einer Gefängnisstrafe zu entgehen, müssen die Verurteilten in den nächsten zwei Jahren straffrei bleiben und an einem Sensibilisierungskurs teilnehmen. Die Täter zahlten dem Opfer eine Entschädigung von über 18.000 Euro für immaterielle Schäden. Bei Nichteinhaltung der Auflagen droht ihnen Haft.
Mildes Urteil nach Vergleich
Das Gericht in Palma urteilte milde, nachdem Verteidigung und Anklage eine Einigung erzielt hatten. Gegen einen der ursprünglich Beschuldigten wurde die Anklage fallengelassen.










