In Palma de Mallorca ist eine Menschenkette gegen den Massentourismus geplant. Mit der Aktion wollen die Veranstalter auf die Dringlichkeit aufmerksam machen, touristische Unterkünfte zu beschränken und die Zahl der Besucher zu reduzieren. Das kündigte GOB-Präsident Joan Moranta an. Unterstützt wird die Initiative von der Umweltschutzorganisation Terraferida, die betont, dass die Regierung bereits über die notwendigen Instrumente verfüge, um den Zustrom an Touristen zu steuern.
Antònia Fuster von Terraferida erklärte, es gehe auch darum, Wohnraum zurückzugewinnen. Sie forderte ein Moratorium für neue Lizenzen zur touristischen Vermietung sowie ein Ende der Aufnahme in Wohnungstauschbörsen. Zudem verlangen die Organisationen eine grundlegende Änderung des Verkehrskonzepts: Der öffentliche Nahverkehr müsse Vorrang bekommen, die Belastung der Straßen gesenkt werden.
Forderungen nach nachhaltiger Entwicklung
GOB und Terraferida setzen sich für eine nachhaltige Entwicklung der Balearen ein, die Klimaschutz und Wassersicherheit in den Mittelpunkt stellt. Sie warnen vor der Übernutzung der Wasserressourcen und fordern, den lokalen Nahrungsmittelanbau zu stärken, um die Selbstversorgung zu sichern.
Die Menschenkette soll von der Plaza de España bis zum Consolat de Mar reichen und symbolisch für eine bessere Zukunft der Inseln stehen. Die Teilnehmer werden aufgerufen, Stühle und Schreibmaterial mitzubringen. Dort sollen sie ihre Vision für die Insel aufschreiben und damit ein starkes Zeichen setzen.









