Son Banya hat sich in den letzten Jahren erheblich verändert. Das einst mit zahlreichen unabhängigen Verkaufsstellen durchzogene Drogenhandelszentrum in Palma ist heute stark konzentriert. Experten vergleichen die Struktur mittlerweile mit der eines großen Unternehmens. Quellen berichten von einer Reduzierung auf sieben bis acht aktive Drogenverkaufsstellen. Die verbleibenden Punkte sind deutlich mächtiger und besser ausgestattet. Diese Neustrukturierung führte zu einer stärkeren Zusammenarbeit zwischen den dominierenden Clans, die sich nun an einem Generationenwechsel orientieren.
Vom Kleinhandel zum organisierten Drogenoligopol
Die Polizei verzeichnet einen Wandel in Son Banya: weg von kleinen unabhängigen Verkäufen, hin zu gut organisiertem und zentralisiertem Drogenhandel. Die modernen Verkaufsstellen bieten komfortable Ausstattung und kundenorientierte Angebote. Der Service erinnert an große Kaufhäuser. Die Mehrheit des Handels kontrollieren bedeutende Familienclans, darunter der von „El Juanito“ geführte Clan sowie der Clan der Andújar und andere traditionell einflussreiche Gruppen.
Diese Veränderungen resultieren aus anhaltender polizeilicher Beobachtung und Razzien, die die Clans zu einer Anpassung ihrer Methoden zwingen. Doch trotz der Herausforderungen durch die Strafverfolgung bleibt Son Banya ein zentraler Brennpunkt für den Drogenhandel auf den Balearen. Das stellt die lokale Polizeiarbeit vor große Probleme.
Son Banya bleibt ein wichtiges Ziel für die Drogenbekämpfungsbehörden. Die Strukturen formieren sich immer wieder neu, traditionelle Machtverhältnisse werden umgestaltet, Ressourcen optimiert.









