In Montuïri sorgt die Vergabe eines Auftrags an einen ehemaligen Gemeindesekretär für Diskussionen über den Umgang mit öffentlichen Mitteln. Der bekannte Sozialist Gabriel de Hevia Aleñar erhielt von der Gemeinde einen Auftrag für Büroarbeiten wie die Erstellung von Haushaltsedikten und Vertragsdokumenten – zu einem Stundensatz von 200 Euro. Kritiker bemängeln, dass solche Tätigkeiten von vorhandenem Personal hätten erledigt werden können.
Die Opposition unter Maria Elena Jaume von der Partido Popular (PP) bezeichnet die Vergabepraxis als „Aberration und Schande“. Sie kündigte an, das Thema bei der nächsten Gemeinderatssitzung zur Sprache zu bringen. Jaume kritisiert vor allem, dass die Bezahlung weit über dem Marktpreis liege – zumal Aleñar derselben Partei wie der amtierende Bürgermeister Toni Miralles, PSIB-PSOE, angehöre.
Vergabepraxis und Steuergeld in der Kritik
Der Fall hat eine Debatte über öffentliche Auftragsvergaben und den Umgang mit Steuergeldern in von linken Parteien geführten Gemeinden Mallorcas ausgelöst. Kern der Kontroverse ist eine Rechnung über 5.300 Euro, die Aleñar am 17. Juni eingereicht hatte. Die Opposition fordert nun umfassende Erklärungen zur Notwendigkeit und Rechtmäßigkeit der externen Beauftragung.
Obwohl Aleñar mittlerweile eine Stelle in einer anderen Gemeinde innehat, wurde er weiterhin für Arbeiten in Montuïri engagiert. Die Gemeindeverwaltung steht nun unter Druck, die Legitimität dieser Vereinbarungen zu erklären – insbesondere vor dem Hintergrund der bereits vorhandenen Ressourcen innerhalb der Gemeinde.









