Die Staatsanwaltschaft hat 30 Jahre Haft für einen 25-jährigen Kolumbianer gefordert, der im Januar 2024 in Palma eine 14-jährige Nachbarin mit Autismus und einer Behinderung von 34 Prozent vergewaltigt haben soll. Der junge Mann lebte mit seiner Frau und seinem Kind im selben Gebäude wie das Opfer. Am 10. Januar lernte er das Mädchen im Hausflur kennen, gab ihr seine Telefonnummer und verabredete sich noch am selben Abend über WhatsApp mit ihr zu einem Spaziergang im Park Sa Riera. Dort soll er sie gegen ihren Willen sexuell missbraucht haben.
Zweiter Übergriff nach Verabreichung von Drogen
In den folgenden Tagen hielt der Angeklagte Kontakt zu der Minderjährigen und überredete sie, am 13. Januar in seine Wohnung zu kommen. Dort verabreichte er dem Mädchen eine pulverförmige Droge, die ihre Reaktionsfähigkeit einschränkte, und verging sich erneut an ihr. Nach der Anzeige verhaftete die Polizei den Mann. Der Prozess fand am Dienstag vor der Audiencia Provincial statt. Das Gericht hörte die Aussagen des Opfers unter Ausschluss der Öffentlichkeit an.
Entschädigung und Kontaktverbot gefordert
Neben der Haftstrafe von insgesamt 30 Jahren fordert die Staatsanwaltschaft eine Entschädigung von 25.000 Euro für das Mädchen sowie ein 20-jähriges Kontaktverbot. Das Opfer leidet unter psychologischen Folgen und wird weiterhin fachärztlich betreut.










