In Palma sorgt eine Instagram-Seite für Empörung, die heimlich aufgenommene Videos von Gewalt unter Jugendlichen verbreitet. Der private Account, vermutlich von einem minderjährigen Administrator betrieben, zeigt in Stories und Posts brutale Auseinandersetzungen vor Schulen, in Parks und auf öffentlichen Sportanlagen.
Ermittlerkreisen zufolge sind in den Videos nicht nur Jugendliche, sondern auch sehr junge Kinder zu sehen. Dies verschärft die Sorge um die Verbreitung dieser verstörenden Inhalte, da jegliche Kontrolle über die Beteiligung der Minderjährigen an den unkontrollierten Handlungen fehlt.
Polizei ermittelt wegen Gewaltvideos
Die Aufnahmen kursieren seit Wochen in Jugendgruppen, bevor einzelne Inhalte der Polizei zugespielt wurden. Die Gruppe für Technologische Delikte ermittelt derzeit, wer hinter dem Account steckt und ob strafrechtliche Konsequenzen drohen.
Bemerkenswert: Nicht die Polizei schlug zuerst Alarm, sondern Sportvereine. Trainer bemerkten das problematische Verhalten einiger Jugendlicher und machten es öffentlich. Die Polizei betont nun die Bedeutung elterlicher Kontrolle bei der Social-Media-Nutzung von Minderjährigen.
Umfragen animieren zur Bewertung von Gewalt
Besonders erschreckend: Über interaktive Umfragen können Nutzer die Aggressoren in den Videos bewerten. Dies verstärkt den sozialen Druck und verherrlicht Gewalt. Die Ermittler versuchen, ein vollständiges Bild der Account-Aktivitäten zu erstellen und mögliche Anstifter zur Verantwortung zu ziehen.
Der Vorfall hat die Debatte über digitale Bildung und verstärkte Prävention gegen die Verherrlichung von Gewalttaten unter Jugendlichen neu entfacht. Vordringlich bleibt die Aufgabe, die Verbreitung von Gewalt in sozialen Medien zu verhindern und ihre Normalisierung zu stoppen.









