Die Balearen haben erneut die Kampagne „La calor pot ser mortal, la prevenció és vital“ gestartet, um gezielt über die Gefahren extremer Hitze im Sommer aufzuklären. Die Initiative wird von drei regionalen Ministerien – Präsidentschaft, Gesundheit und Arbeit – getragen und richtet sich besonders an gefährdete Gruppen wie Senioren, Kinder und Beschäftigte, die im Freien arbeiten.
Elf Hitzetote seit 2025 auf den Balearen
Nach Angaben der regionalen Behörden starben seit 2025 insgesamt elf Menschen auf den Balearen an einem Hitzschlag, fünf davon im laufenden Jahr. Unter den Opfern war ein 62-jähriger Brite, der während einer Fahrradtour kollabierte. Auch bei anderen Freizeitaktivitäten wie Segeln oder Bergwanderungen kam es zu gefährlichen Zwischenfällen. Die Regierung sieht dennoch Fortschritte: Erstmals werden die Empfehlungen verschiedener Ressorts gebündelt kommuniziert, statt wie bisher einzeln veröffentlicht.
Ein Schwerpunkt der Kampagne liegt auf dem Arbeitsschutz bei hohen Temperaturen. Das Balearische Institut für Arbeitssicherheit (IBASSAL) arbeitet mit mehreren Gewerkschaften an einem gemeinsamen Präventionsplan, um die Beschäftigten am Flughafen Son Sant Joan besser zu schützen.
Beratung für Unternehmen und Schutzmaßnahmen
Wie bereits im Vorjahr führte IBASSAL verstärkt Beratungsgespräche mit Unternehmen in besonders exponierten Branchen wie Bau und Industrie durch. Allein auf Mallorca fanden 233 Betriebsbesuche statt. Zu den konkreten Schutzmaßnahmen zählt die Verteilung von Kühlwesten an Beschäftigte auf Baustellen und im Straßenbau. Die Direcció General d’Emergències warnte eindringlich, dass Hitze eine reale Gesundheitsgefahr darstellt, und aktivierte den Meteobal-Plan zur Koordinierung von Zivilschutzmaßnahmen.
Die Kampagne wird in mehreren Sprachen angeboten, darunter auch auf Deutsch, um sowohl Einheimische als auch Urlauber zu erreichen.









