Ärztestreik auf Mallorca: Über 4.000 Termine abgesagt
Der anhaltende Ärztestreik auf Mallorca hat bereits zu mehr als 4.000 Terminausfällen geführt. Betroffen sind ambulante Facharzttermine, Untersuchungen und die hausärztliche Versorgung. Miguel Lázaro, Vorsitzender des Ärzteverbandes Simebal, berichtet von einer Streikbeteiligung zwischen 85 und 90 Prozent. Er bedauert die Situation für die betroffenen Patienten und warnt vor schwerwiegenden Folgen bei einer längeren Dauer des Arbeitskampfes. Eine Lösung sei nur möglich, wenn die Regierung unter Pedro Sánchez reagiere.
Konflikt um neues Rahmenstatut löst Proteste aus
Auslöser des Streiks ist ein neues Rahmenstatut für Ärzte, das das spanische Gesundheitsministerium ohne Beteiligung von Berufsverbänden und autonomen Regionen vorgelegt hat. Die Gewerkschaften, die mehr als 175.000 Ärzte und über 40.000 Assistenzärzte vertreten, riefen bereits im Januar zu landesweiten Streiks ab dem 16. Februar auf. Die Proteste sollen bis Juni andauern. Neun Monate dauernde Verhandlungen blieben ergebnislos, nachdem das Ministerium die Gespräche einseitig abbrach.










