Das Bistum Mallorca hat angekündigt, rechtlich gegen eine Familie vorzugehen, die ein ehemaliges Restaurant in der Nähe des Sanktuariums im Stadtteil Génova besetzt hat. Das Gebäude gehört der Pfarrei der Verklärung des Herrn von Génova und steht seit Jahren leer. Nach Angaben des Bistums erfüllt es nicht die Voraussetzungen für eine Wohnnutzung.
In seiner Stellungnahme weist das Bistum darauf hin, dass das Gebäude zu einem geschützten religiösen Komplex gehört, der ein Sanktuarium, eine Kapelle und ein verehrtes Bildnis der Mare de Déu umfasst. Dieser Ort habe eine besondere spirituelle Bedeutung für die Gemeinde und die Anwohner.
Spannungsfeld zwischen sozialer Verantwortung und rechtlichen Schritten
Bischof Sebastià Taltavull hatte die Gemeinde wiederholt dazu aufgerufen, unbegleitete Minderjährige aufzunehmen. Die geplante Räumung bedeute jedoch keinen Rückzug von diesem Engagement für Schutzbedürftige, betont das Bistum. Dennoch sehe man sich gezwungen, den Rechtsweg zu beschreiten, da bisherige Lösungsversuche gescheitert seien und das Wohl der betroffenen Minderjährigen gefährdet sei. Kritiker wie Ángela Pons von der Plattform der Hypothekenbetroffenen verweisen unterdessen auf die moralische Verantwortung der Kirche.
Das Bistum arbeitet nach eigenen Angaben eng mit den Sozialdiensten und den örtlichen Behörden zusammen, um das Anwesen zu sichern und eine Nutzung zu finden, die dem religiösen Charakter des Ortes entspricht.










