Ein grausames Verbrechen auf Mallorca hat jüngst für Aufsehen gesorgt. Der Portugiese Vitor Aníbal T.M. wurde von einem Geschworenengericht des Mordes an seiner Ex-Schwiegermutter, der Schweizer Rentnerin Erika R., schuldig gesprochen. Die Tat ereignete sich auf einer Finca in Colònia de Sant Jordi, wo der Angeklagte aufgrund von Wohnungsnot mit dem Opfer und ihrer Tochter lebte.
Nach Aussagen der Ermittler ermordete Vitor Aníbal T.M. seine Schwiegermutter, die 74-jährige Schweizerin, am 25. September 2024. Auslöser der Attacke war offenbar ein Streit um fehlendes Bier im Kühlschrank. Als Erika R. nach Hause kam, fing der Täter sie auf der Veranda ab, schlug sie nieder und trat ihr brutal mehrfach gegen den Kopf. Die Tat dauerte nach Angaben der Ermittler mindestens 15 Minuten. Ein Nachbar berichtete, Schreie gehört und beobachtet zu haben, wie der Angeklagte immer wieder auf die Frau eintrat. Die extreme Wehrlosigkeit und die angeschlagene Gesundheit des Opfers nutzte der Täter bewusst aus.
Geschworene werteten Tat als hinterlistigen Mord
Das Gericht wertete die Tat als hinterlistigen Mord, um der Ex-Partnerin Schaden zuzufügen. Die Geschworenen sahen es als erwiesen an, dass der Angeklagte seine Ex-Schwiegermutter aus Rache tötete und dies akustisch seiner Ex-Frau mitteilte. Trotz der Verteidigungsstrategie des Angeklagten, der eine Handlung unter Alkoholeinfluss eingestand, hielt das Gericht dies nicht für glaubwürdig. Die Staatsanwaltschaft forderte eine lebenslange Haftstrafe und eine Entschädigungszahlung in Höhe von 300.000 Euro. Diese Forderungen beziehen sich auf die Brutalität des Vorgehens und die bewusste Entscheidung, das Opfer leiden zu lassen.
Zum Zeitpunkt der Verhandlung erkannte das Gericht dem Angeklagten keinen Minderungsgrund zu. Auch die mögliche Beeinflussung durch Alkohol wurde separat bewertet. Sein Verteidigungsvortrag blieb weitgehend unberücksichtigt.










