Sozialisten kritisieren Mietpreise für geplante Wohnungen
Die Kritik an den Mietpreisen für geplante bezahlbare Wohnungen in Palma hat eine öffentliche Debatte ausgelöst. Die örtliche PSOE bemängelt die „astronomischen Preise“ der Wohnbaugesellschaft Locare, die in Madrid bis zu 1.800 Euro Miete für vermeintlich erschwingliche Wohnungen verlangt. In Palma sollen ebenfalls 166 Wohnungen auf städtischem Grund entstehen.
Vor einem Jahr hatte Bürgermeister Jaime Martínez Mietpreise zwischen 600 und 1.000 Euro für diese Wohnungen angekündigt. Die PSOE hält dies für unrealistisch und schätzt die tatsächlichen Preise auf 1.000 bis 1.600 Euro pro Monat. Zusätzliche Kosten für Parkplätze und Nebenkosten würden die Belastung weiter erhöhen.
Sozialisten fordern Übergabe an öffentliches Wohnbauinstitut
PSOE-Chef Francesc Dalmau wirft dem Bürgermeister vor, mit der Übergabe der Grundstücke an private Investoren die Interessen der Bürger zu missachten. Aktuelle Entwicklungen in Madrid würden diese Bedenken bestätigen. Das Geschäftsmodell von Locare beinhalte hohe Nebenkosten, die die Preise in die Höhe treiben.
Die Sozialisten fordern, die Grundstücke an das balearische Wohnbauinstitut Ibavi zu übergeben, um wirklich bezahlbaren Wohnraum zu schaffen. Zudem bringt die Opposition einen Misstrauensantrag gegen die Aktivitäten des Bürgermeisters ein.
Formelle Anfrage zur Änderung der Vergabepraxis geplant
Die PSOE will im Mai eine formelle Anfrage einbringen, um die Politik des Bürgermeisters einzudämmen und die Grundstücke der Ibavi bereitzustellen. Angesichts der Missstände bei der Vergabe von Mietwohnungen fordert die Opposition Transparenz und rechtliche Konsequenzen bei Nichteinhaltung von Preisvereinbarungen.
Dalmau bezeichnete die Strategie des Bürgermeisters als Versuch, die Stadtentwicklung im Interesse weniger zu betreiben. Die Mehrheit der Bürger könne sich die angebotenen Wohnungen nicht leisten.










