Ein Fall auf Mallorca hat für Aufsehen gesorgt, nachdem das Gericht eine der härtesten Strafen des spanischen Strafgesetzbuches verhängt hat. Yolanda Moreno López und Gustavo Pretel González wurden des Mordes an einem Neugeborenen für schuldig befunden und zu permanenter Überprüfungshaft verurteilt. Der Vorfall ereignete sich in Porto Cristo, wo das Kind in einen Müllcontainer geworfen wurde – eine Tat, die die spanische Öffentlichkeit schockierte. Das Urteil des Obersten Gerichtshofs der Balearen beschreibt ein Verbrechen von extremer Grausamkeit und vorsätzlichem Handeln.
Die Angeklagten handelten laut Urteil mit voller Bewusstheit und in kühler Absicht. Der Wille, dem Baby das Leben zu nehmen, wurde klar nachgewiesen. Das Verbrechen ereignete sich am 3. November 2023, als die Mutter unter prekären Umständen im Auto entband und gemeinsam mit ihrem Schwager entschied, das lebende Kind in einen Container zu werfen. Eine Schwester der Hauptangeklagten wurde ebenfalls verurteilt, weil sie keine Hilfe holte, obwohl sie ungehindert die Möglichkeit dazu gehabt hätte.
Polizei sucht flüchtige Angeklagte auf Mallorca
Während die Reaktion von Empörung geprägt ist, fahndet die Polizei intensiv nach Yolanda Moreno, die sich der Urteilsverkündung durch Flucht entzogen hat. Die Ermittler gehen davon aus, dass sie sich noch auf Mallorca versteckt hält. Um eine Flucht von der Insel zu verhindern, haben die Sicherheitskräfte die Kontrollen in den Häfen und Flughäfen verschärft. Jeder Passagier und jedes Fahrzeug wird kontrolliert.
Die Polizei überwacht das Umfeld der Angeklagten, doch bisher gab es keine Anzeichen von Kommunikation. Man vermutet, dass sie sich mit Hilfe versteckt, die jedoch begrenzt ist. Die Ermittler setzen auf Informanten und Netzwerke, um ihren Aufenthaltsort einzugrenzen. Jeder Hinweis wird genauestens analysiert, das Polizeiaufgebot zeigt keine Anzeichen einer Verringerung.
Die schnelle Reaktion der Behörden steht angesichts des schockierenden Verbrechens im Zentrum der Aufmerksamkeit in Spanien. Gleichzeitig wachsen die Fragen, wie Yolanda Moreno trotz der Anschuldigungen so frei beweglich bleiben konnte. Die Bemühungen, sie zu finden, werden verstärkt fortgesetzt.










