Vitor Aníbal Temporao Martins steht auf Mallorca vor Gericht, weil er im September 2024 seine 74-jährige Ex-Schwiegermutter in der Colònia de Sant Jordi getötet haben soll. Die Staatsanwaltschaft fordert 25 Jahre Haft, während die Angehörigen des Opfers auf eine lebenslange Freiheitsstrafe ohne Möglichkeit der Revision plädieren.
Der Angeklagte gab vor Gericht an, sich nicht an die Tat erinnern zu können. Er habe an jenem Tag Alkohol getrunken – eine Flasche Rotwein und mehrere Biere. Er habe sich gefühlt, als würde er aus einem Albtraum erwachen, als ihm die blutige Szene bewusst wurde.
Nachbarn alarmierten die Guardia Civil
Die Tat ereignete sich gegen 19:30 Uhr unter einem Vordach in Ses Salines. Nachbarn riefen die Guardia Civil, nachdem sie Schreie gehört hatten. Laut Anklage wartete Vitor Aníbal auf seine Ex-Schwiegermutter, drückte sie zu Boden und trat mit dem Absatz auf sie ein. Die Verletzungen führten zum Tod der Frau.
Die Anwältin der Nebenklage beschreibt, der Angeklagte habe ein auf Machtausübung ausgerichtetes Verhältnis zur Familie gehabt. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm vor, grausam und geplant gehandelt zu haben, und fordert die Geschworenen auf, ihn schuldig zu sprechen.
Verteidigung beruft sich auf Alkoholeinfluss
Die Verteidigung bestreitet einen Vorsatz und führt den Alkoholkonsum als mildernden Umstand an. Die Nebenklage dagegen verlangt, das Geschlechtermotiv als erschwerend zu werten. Die Tat sei durch Grenzen motiviert gewesen, die ihm seine Ex-Frau und deren Mutter gesetzt hätten. Der Prozess dauert an.










