Die Einführung eines neuen Bürgerservices auf Mallorca, der Informationen auf Deutsch und Englisch bereitstellt, hat in der Gemeinde Sencelles Kontroversen ausgelöst. Der Service sollte die Integration von Zuwanderern fördern, die bisher wenig Kontakt zu Einheimischen hatten. Die linksgrüne Gemeinderatsfraktion Més Unides per Sencelles kritisiert jedoch, dass der Service das Katalanische vernachlässige. Laut den Vertretern der Fraktion solle Katalanisch als bevorzugte Sprache genutzt werden, da es sowohl im Autonomiestatut als auch im Sprachennormalisierungsgesetz von 1986 verankert ist.
Streit um Sprachpolitik in Sencelles
Die Més-Vertreter argumentieren, dass die Bereitstellung von Informationen in anderen Sprachen die Notwendigkeit untergrabe, Katalanisch zu lernen und sich sprachlich zu integrieren. Die Gemeinde fördert Katalanischkurse für Neuankömmlinge, um den sozialen Zusammenhalt zu stärken. Sprecher Joan Miquel Chacón betont, dass es wichtig sei, die eigene Sprache zu schützen und zu fördern, um echte Integration zu ermöglichen.










