# Dienstwagenaffäre auf Mallorca: Kritik an Vizepräsident Bestard wächst
Die Nutzung von Dienstfahrzeugen auf Mallorca sorgt aktuell für heftige Kontroversen. Der Vizepräsident des Inselrats von Mallorca, Pedro Bestard, sieht sich schweren Vorwürfen ausgesetzt. Recherchen der Zeitung „Última Hora“ belegen, dass er Dienstwagen nicht nur für dienstliche Zwecke, sondern auch privat und für Parteiveranstaltungen der rechtspopulistischen Partei Vox genutzt haben soll.
Laut den Berichten parkte Bestard mehrfach Dienstwagen über Nacht vor seinem Wohnhaus. Beobachtungen über mehrere Monate zeigen, dass der Subaru und der Dacia des Inselrats keine Dienstkennzeichnung trugen oder diese entfernt wurde – ein Verstoß gegen die Regelungen des Inselrats. Besonders problematisch: Bestard ließ sein privates Fahrzeug tagelang auf einem Behördenparkplatz in Palma stehen, um stattdessen den Dienstwagen für einen Parteitermin zu verwenden.
Oppositionsparteien fordern Rücktritt Bestards
Die politischen Reaktionen ließen nicht lange auf sich warten. Die linksregionalistische Partei Més per Mallorca forderte umgehend Bestards Rücktritt. Sprecherin Catalina Inés Perelló argumentierte, es handle sich um einen sehr schweren Vorfall, der deutliches Handeln seitens des Inselratspräsidenten Llorenç Galmés erfordere. Auch die sozialistische Oppositionspartei zeigte sich empört.
Vox verteidigt Vizepräsidenten
Am Montag verteidigte die Vox-Fraktionssprecherin Manuela Cañadas ihren Parteikollegen energisch. Sie sprach von Demagogie seitens der Oppositionsparteien und betonte die wirtschaftliche Effizienz und Praktikabilität von Bestards Fahrzeugnutzung. Der Vizepräsident müsse regelmäßig große Distanzen zurücklegen, da Marratxí und andere Orte in seinem Zuständigkeitsbereich liegen.
Die zukünftige Entscheidung des Inselrats in dieser Angelegenheit wird mit Spannung erwartet.










