# 1. Mai Demonstration auf Mallorca: Kontroverse um Antikriegsbotschaft
Am 1. Mai sorgte eine Demonstration auf Mallorca für Diskussionen. Rund 1.100 Menschen nahmen laut der Delegation der Regierung an der Kundgebung teil, die von den Gewerkschaften UGT und CCOO in Palma organisiert wurde. Das Motto „No a la guerra“ (Nein zum Krieg) stieß auf Kritik – es sei unpassend für den Tag der Arbeit.
Die balearische Arbeitsministerin Catalina Cabrer äußerte sich kritisch zur politischen Botschaft der Demonstration. Der Tag der Arbeit sei eine Gelegenheit, über Beschäftigung zu sprechen und arbeitsmarktrelevante Herausforderungen zu thematisieren.
Arbeitsmarkt der Balearen entwickelt sich positiv
Zugleich verwies Cabrer auf die positive Entwicklung des Arbeitsmarktes auf den Balearen. Sie hob die niedrigere Arbeitslosenrate und die gesunkenen Unfallzahlen in der Bauwirtschaft hervor. Auch die Lohnerhöhungen in der Hotelbranche würdigte die Ministerin: Diese stiegen durch einen vorteilhaften Tarifvertrag um 5,6 Prozent – deutlich über dem spanischen Durchschnitt.
Gewerkschaften fordern Maßnahmen gegen steigende Mieten
Der UGT-Generalsekretär Pedro Homar und CCOO-Generalsekretär José Luis García kritisierten die aktuellen Lebenshaltungskosten. Sie forderten die Regierung auf, Maßnahmen gegen steigende Mieten zu ergreifen. José Luis García betonte die Bedeutung der Demokratisierung und die Notwendigkeit, Jugendliche über die Gefahren extremistischer Bewegungen aufzuklären.
Politische Teilnehmer wie Iago Negueruela von der PSOE unterstrichen die Notwendigkeit effektiverer Wohnungspolitiken. Sie kritisierten die Regierung der Balearen, die Interessen der Arbeiterklasse zu vernachlässigen.
Kritik an Zuwanderungs- und Arbeitsmarktpolitik
Die Veranstaltung endete im Parc de la Mar. Dort prangerten Redner die aktuelle Zuwanderungs- und Arbeitsmarktpolitik an. Die Gewerkschaften warfen der rechten Regierung vor, soziale Maßnahmen abzulehnen, die Einkommensungleichheiten verringern könnten.










