Regionalregierung verlangt Kostenübernahme durch Madrid
Die Präsidentin der Balearenregierung, Marga Prohens, fordert die spanische Zentralregierung auf, die Kosten für Bergung und Entsorgung hunderter Pateras zu übernehmen, die auf den Balearen ankommen. Im Jahr 2025 erreichten 7.321 Menschen in 401 dieser Boote die Inseln – ein Anstieg von 24,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die Balearen verzeichneten damit die höchste Migrationsrate ihrer Geschichte.
PP spricht von humanitärer Krise
Der Sprecher der Balearen-Popularen im Parlament, Sebastià Sagreras, spricht von einer humanitären Krise und wirft der Regierung unter Sánchez schwere Verantwortungslosigkeit vor. Sagreras betont, dass die spanische Verfassung dem Staat die alleinige Zuständigkeit für Einwanderungs- und Grenzkontrolle zuweist. Deshalb müsse die Zentralregierung die anfallenden Kosten tragen.
Gemeinden zahlen aus eigener Tasche
Lokale Verwaltungen wie in Ses Salines, Santanyí und Campos setzen derzeit eigene Mittel ein, um die Boote zu entfernen und gefährliche Abfälle zu entsorgen. Die PP hat deshalb eine Resolution im Parlament eingebracht. Sie fordert, dass die Zentralregierung unverzüglich alle damit verbundenen Kosten übernimmt und zusätzlich einen Ausgleichsfonds für betroffene Kommunen schafft.










