Der erste Satellit der Balearen, Posidònia, steht kurz vor dem Start im Sommer. Der Vizepräsident der Balearen, Antoni Costa, besichtigte das von Open Cosmos entwickelte Gerät in dessen Anlagen bei Palma. Der in England ansässige Hersteller hat den Satelliten für ein balearisches Projekt gebaut, das mit drei Millionen Euro aus europäischen Mitteln finanziert wird. An dem Vorhaben beteiligt sind neben Open Cosmos die Universität der Balearen, Wireless DNA und Garden Hotels.
Costa betonte die Bedeutung des Projekts für die Bekämpfung des Klimawandels und die Förderung nachhaltigen Tourismus. Bei der Besichtigung des sogenannten Clean Rooms, in dem der Satellit unter strengen Sicherheits- und Klimabedingungen aufbewahrt wird, zeigte sich der Vizepräsident beeindruckt. Vor dem Versand zum Startplatz unterschrieb Costa auf der Außenhülle des Satelliten. Rafael Jordà, CEO von Open Cosmos, wertet das Projekt als Meilenstein: Es zeige, dass die Balearen im internationalen Technologiesektor mithalten können.
Posidònia soll Umweltphänomene wie Meerestemperaturen, Küstenveränderungen und Auswirkungen des Klimawandels überwachen. Die Daten stehen öffentlichen Verwaltungen, Forschungseinrichtungen und Unternehmen auf den Inseln zur Verfügung. Der Name stammt aus einem Wettbewerb unter Schülern der Balearen und bezieht sich auf die im Mittelmeer heimische Seegrasart Posidonia.










