Auf Mallorca sorgen Pläne von Red Eléctrica für heftige Diskussionen. Dabei geht es um die geplante Interkonnexion zwischen der Halbinsel und den Balearen, ein Vorhaben, das laut einer technischen Analyse schwere ökologische Schäden verursachen könnte. Der gewählte Kabelweg, die als Alternativa 2 bezeichnete Option, sieht vor, eine 13 Kilometer lange Trasse durch das geschützte Gebiet bei Pollença zu errichten. Dies könnte den Naturschutz in der Region erheblich beeinträchtigen, warnte ein Gutachten des Centre Balear de Biología Aplicada (CBBA). Als Alternative analysiert der Bericht den möglichen Einsatz bestehender Infrastrukturen bei Es Murterar, um Eingriffe in unberührte Flächen zu vermeiden.
Streit um Umweltauswirkungen und Mehrkosten
Trotz der Kritik hat Red Eléctrica zusammen mit dem balearischen Energieministerium das Vorhaben unterstützt. Sie verteidigen die Wahl der ursprünglichen Route als umweltschonender und für das Projekt insgesamt besser geeignet. Experten kritisieren allerdings die hohe Kostendifferenz zwischen den Optionen: Die genehmigte Alternative ist rund 20 Millionen Euro teurer als die verworfene. Hauptgrund für die Wahl der teureren Variante sei der Erhalt der Posidonia oceanica, einer wichtigen Unterwasserpflanze im Mittelmeer. Die Kritiker bezweifeln die Notwendigkeit dieser Maßnahme.
Auswirkungen auf Alcúdia und private Grundstücke
Die umstrittene Entscheidung wirkt sich besonders in Alcúdia aus. Der genehmigte Streckenverlauf durchquert städtische und ländliche Gebiete und betrifft private Grundstücke erheblich. Dagegen hätte die verworfene Option bestehende elektrische Infrastruktur genutzt und so die Belastung für bewohnte und genutzte Gebiete reduziert. Es bleibt abzuwarten, ob weitere Anpassungen vorgenommen werden.










