Die Staatsanwaltschaft in Spanien hat harte Maßnahmen gegen ein Netzwerk ergriffen, das Frauen aus Kolumbien nach Mallorca gebracht und zur Prostitution gezwungen haben soll. Zehn Angeklagte, überwiegend aus Kolumbien, stehen vor Gericht. Sie müssen sich wegen Menschenhandels, erzwungener Prostitution und Drogenschmuggels verantworten. Die Organisation habe junge Frauen in Kolumbien unter dem Vorwand eines Jobangebots angeworben und sie nach Europa gebracht, wo sie in Schuldknechtschaft zur sexuellen Ausbeutung gezwungen wurden. Ihre Bewegungsfreiheit wurde massiv eingeschränkt: Die Täter nahmen ihnen die Pässe ab und sprachen Drohungen gegen Familienangehörige aus. Die Frauen mussten rund um die Uhr in verschiedenen Etablissements in Palma, Valencia und Talavera de la Reina tätig sein. Die Voruntersuchung soll noch diese Woche in Palma beginnen.
Razzien in Palma: Drogen und illegale Prostitution
In einem weiteren Fall hat die spanische Polizei fünf Personen in Palma festgenommen, die im Verdacht stehen, Drogenschmuggel und illegale Prostitution in einem Wohnhaus organisiert zu haben. Bei Razzien im Stadtteil Sindicat beschlagnahmten die Beamten über 150.000 Euro Bargeld sowie große Mengen Drogen. Die Ermittlungen konzentrieren sich auf den Vertrieb von Betäubungsmitteln und die Vermietung von Räumlichkeiten für sexuelle Dienstleistungen.
In einer koordinierten Aktion führten Beamte der UDYCO gemeinsam mit weiteren Polizeieinheiten Durchsuchungen in mehreren Wohnungen und einem angegliederten Etablissement durch. Sie beschlagnahmten über 200 Dosen verschiedener Drogen, darunter mehr als 160 Gramm Kokain und weitere Betäubungsmittel. Auch große Mengen Kleidung, vermutlich aus Diebstählen, wurden entdeckt und sollen den rechtmäßigen Eigentümern zurückgegeben werden.










