Die Polizei hat in Palma de Mallorca eine großangelegte Razzia in einer verlassenen Haftanstalt durchgeführt, die von über 400 Besetzern bewohnt wird. Ziel des Einsatzes war es, Straftäter aufzuspüren und Verdächtige zu identifizieren. Die Aktion im Stadtteil Cas Capiscol fand überraschend statt und alarmierte Anwohner, Lehrer sowie Eltern einer nahegelegenen Schule.
Übergriff löst Polizeieinsatz in alter Gefängnisanlage aus
Vor wenigen Tagen wurde eine ältere Frau von einem der Besetzer überfallen und bestohlen, was in der Nachbarschaft für erhebliche Unruhe sorgte. Anwohner planen eine Protestkundgebung, um auf die unsichere Situation aufmerksam zu machen. Sie fordern eine Lösung für die dort lebenden Menschen.
Die Stadträtin Lucía Muñoz von Podemos kritisierte den Polizeieinsatz scharf und verglich ihn mit Maßnahmen des Bürgermeisters von Badalona, Xavier García Albiol. Sie warf Palmas Bürgermeister Jaime Martínez eine „Kriminalisierung der Armut“ vor. Der Polizeieinsatz führte zu einer Festnahme und 165 Personenkontrollen.
Prekäre Zustände in der besetzten ehemaligen Haftanstalt
Obwohl der Eingriff auf Unmut stieß, bleibt die ehemalige Haftanstalt ein Brennpunkt für Kriminalität. Illegale Besetzer vermieten provisorische Unterkünfte zu überhöhten Preisen. Häufige Stromausfälle und Wassermangel prägen den Alltag, da die Besetzer oft versuchen, sich illegal an die öffentliche Infrastruktur anzuschließen.
Die Situation bleibt angespannt. Immer wieder werden Vorfälle gemeldet, während die Besetzer unter widrigen Bedingungen leben.










