Am kommenden Donnerstag beginnt der Prozess gegen einen jungen Mann in Palma de Mallorca, der beschuldigt wird, ein 13-jähriges Mädchen sexuell missbraucht zu haben. Laut Anklageschrift hatte der Mann die Minderjährige über soziale Medien kontaktiert, um ihr vermeintlich bei Englisch-Hausaufgaben zu helfen. Im Mai 2022 soll er sie in seine Wohnung eingeladen haben, wo die Situation eskalierte. Die Staatsanwaltschaft fordert eine siebenjährige Haftstrafe und eine Entschädigung von 4.000 Euro für das Opfer.
Während der Gerichtsverhandlung erklärte der Angeklagte, die sexuellen Handlungen seien einvernehmlich gewesen und im Rahmen einer Beziehung erfolgt, die er mit dem Mädchen gepflegt habe. Er verwies darauf, dass die Anschuldigungen von der Mutter des Mädchens stammten, die von der Beziehung erfahren haben soll. Die Staatsanwältin hält dem entgegen, dass das Mädchen sowohl psychologisch als auch emotional stark beeinträchtigt wurde.
Prozess wegen sexuellen Missbrauchs einer Minderjährigen
Der Fall begann im August 2021, als sich der Angeklagte und das Mädchen über Instagram kennenlernten. Nun rückt er zunehmend in die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit. Die Verteidigung bestreitet die Vorwürfe vehement und betont die angebliche Freiwilligkeit der Beziehung. Der weitere Verlauf der Verhandlungen wird darüber entscheiden, wie der Fall rechtlich bewertet wird. Die Richter stehen vor der schwierigen Aufgabe, die Glaubwürdigkeit beider Parteien zu bewerten.
Die Verhandlung findet in der Sektion Zwei der Audiencia Provincial der Balearischen Inseln statt. Besonderes Augenmerk liegt auf der psychischen Belastung des Mädchens und der Beweisführung der Verteidigung.










