Die Stadtverwaltung von Palma hat mehr als 70 Tonnen Müll aus einer ehemaligen Gefängnisanlage entfernt. Die dreitägige Reinigungsaktion war eine Reaktion auf die erheblichen Sicherheitsrisiken für Bewohner und Einsatzkräfte. In den vergangenen Jahren hatten Menschen die alte Anlage besetzt und lebten dort unter gefährlichen Bedingungen.
Das Gebäude stellt laut Lokalberichten eine erhebliche Gefahr dar: Die Bausubstanz erschwert Evakuierungen, und durch provozierte Brände sowie angesammelte Abfälle kommt es immer wieder zu Feuern. Die Stadtverwaltung sieht die Sicherheit der Bewohner und der Einsatzkräfte, die regelmäßig ausrücken müssen, akut bedroht. Der erste stellvertretende Bürgermeister Javier Bonet betonte die Verantwortung der Stadt, diese Risiken nicht länger hinzunehmen.
Reinigungsaktion mit schwerem Gerät
Neun Arbeiter rückten mit schweren Maschinen an, um die Anlage zu säubern. Trotz zusätzlich aufgestellter Müllcontainer bleiben diese bisher ungenutzt. Angesichts angekündigter Proteste gegen die Räumung stellte der Stadtrat klar, dass die Nutzung des Gebäudes in seinem aktuellen Zustand unverantwortlich sei. Bonet bezeichnete jede Unterstützung von Aktionen, die die gefährliche Lage verlängern könnten, als „enorme Verantwortungslosigkeit“.
Seit Beginn der Legislaturperiode hat die Stadtverwaltung zahlreiche Schritte unternommen, um die Sicherheit zu erhöhen. Die Feuerwehr musste seit 2024 wiederholt ausrücken, während die örtliche Polizei in den vergangenen Monaten häufig in und um das Gebäude intervenierte. Dazu gehörten Zugangskontrollen und Maßnahmen gegen unbefugtes Betreten.
Appell an Hilfsorganisationen
Die Stadtverwaltung appellierte erneut an Organisationen, Lösungen für die Bewohner der Anlage zu entwickeln. Viele von ihnen haben keinen festen Aufenthaltsstatus in Spanien. Das Angebot, Hilfe und alternative Unterkünfte bereitzustellen, blieb bisher jedoch ohne Reaktion. Der Stadtrat unterstrich die Notwendigkeit einer engen Zusammenarbeit aller beteiligten Institutionen, um die komplexe Situation zu entschärfen.










