Auf Mallorca sind in zwei getrennten Gerichtsverfahren schwere Missbrauchs- und Gewaltfälle bekannt geworden. Ab Mittwoch verhandelt das Provinzgericht der Balearen gegen einen Mann, der seine eigene Tochter und seine Partnerin missbraucht haben soll. Die Staatsanwaltschaft wirft dem Spanier vor, seine Opfer mit Gewalt und Drohungen gefügig gemacht zu haben. Ihm drohen neun Jahre Haft.
Zwischen 2013 und 2019 soll er in Palma ein brutales Regime des Schreckens aufrechterhalten haben. Er nutzte unbeobachtete Momente, um seine zweijährige Tochter sexuell zu missbrauchen. Auch die anderen Kinder im Haushalt, die aus früheren Beziehungen der Mutter stammten, litten unter seinem gewalttätigen Verhalten.
Zweiter Missbrauchsfall vor Gericht in Palma
Am Donnerstag verhandelt das Gericht einen weiteren Fall. Ein Mann, der an einer geistigen Behinderung und Schizophrenie leidet, muss sich verantworten, weil er seine elfjährige Nichte über zwei Jahre hinweg vergewaltigt haben soll. Die Übergriffe ereigneten sich zwischen Januar 2017 und August 2019 in einem Gebäude in Palma, wo er in der unteren Etage wohnte. Der Angeklagte nutzte die familiäre Nähe für seine Taten aus.
Obwohl der Mann eine leichte geistige Behinderung hat, stuft die Staatsanwaltschaft seine Fähigkeit, die Schwere seiner Taten zu verstehen, nicht als vollständig eingeschränkt ein. Dennoch werden teilweise mildernde Umstände in Betracht gezogen.










