Ein Mann hat in Palma einen anderen Mann mit einem Korkenzieher verletzt. Vor Gericht erklärte der Angeklagte, ein brasilianischer Staatsbürger, er habe aus Notwehr gehandelt, nachdem das Opfer ihn sexuell bedrängt habe. Beide Männer hatten zuvor Alkohol und Drogen konsumiert. Das Opfer erlitt mehrere Stichwunden an Brust, Kopf und Hand. Forensische Experten betonten, dass die Erste Hilfe durch den Angeklagten möglicherweise das Leben des Opfers rettete.
Notwehr oder versuchter Mord: Gerichtsverhandlung auf Mallorca
Der Vorfall ereignete sich in der Wohnung des Opfers, wohin dieses den Angeklagten eingeladen hatte. Der Streit eskalierte, als der Angeklagte in der Wohnung ein Papier mit dem Namen seiner Frau entdeckte. Nach Angaben des Angeklagten versuchte das Opfer daraufhin, ihn sexuell zu nötigen. In dieser Situation griff der Mann zum Korkenzieher, um sich zu verteidigen. Das Gericht erfuhr, dass das schnelle Handeln nach der Verletzung – durch Abdrücken der Wunde – entscheidend für das Überleben des Opfers war.
Staatsanwaltschaft fordert hohe Haftstrafe
Die Staatsanwaltschaft fordert eine Haftstrafe von 15 Jahren wegen versuchten Mordes. Die Anklage wurde jedoch auf versuchten Totschlag reduziert. Der Angeklagte zeigte Reue und äußerte den Wunsch, sich bei dem Opfer zu entschuldigen. Laut einem der medizinischen Gutachter befand sich das Opfer in einem kritischen Zustand. Die umgehende ärztliche Hilfe verhinderte ein tragisches Ende.










