Die Abholzung von 17 Ombubäumen auf der Plaça Llorenç Villalonga in Palma hat in der Bevölkerung für erheblichen Unmut gesorgt. Am Donnerstag rückten städtische Arbeiter mit Motorsägen an und fällten die zwischen 50 und 80 Jahre alten Bäume. Zahlreiche Anwohner und Bürgerinitiativen begleiteten die Aktion mit lautstarken Protesten und richteten ihre Kritik vor allem gegen Bürgermeister Jaime Martínez und die Stadtregierung. Die Stadt rechtfertigte die Maßnahme mit der akuten Gefahr durch herabfallende Äste oder umstürzende Bäume. Bereits 2019 war in Palma ein Ombubaum auf ein Auto gestürzt.
Bürger und Umweltschützer schlagen Alarm
Viele Anwohner bezweifelten die Notwendigkeit der radikalen Maßnahme. Sowohl die Baumvereinigung ABA als auch die Umweltschutzorganisation Amics de la Terra hatten Alternativen vorgeschlagen. Es kursierten Vermutungen, finanzielle Interessen könnten eine Rolle spielen – schließlich geben die gefällten Bäume nun den Meerblick für umliegende Hotels frei. Die Stadtverwaltung wies diese Vorwürfe zurück, kündigte die Pflanzung neuer Bäume an und stellte klar, dass die Fläche nicht für Restaurantterrassen genutzt werden solle.
84-Jährige nach riskanten Fahrmanövern festgenommen
In einem ganz anderen Vorfall sorgte am Sonntag eine 84-jährige Frau für Aufsehen in Palma. Die Nationalpolizei nahm sie fest, nachdem sie durch riskante Fahrmanöver aufgefallen war, einen Alkoholtest verweigert und sich gewalttätig gegenüber den Beamten verhalten hatte. Bei der Kontrolle beleidigte sie die Polizisten, zeigte ihnen den Mittelfinger und biss einem von ihnen in die Hand. Die Polizei stufte ihr Verhalten als erhebliche Gefahr für die Verkehrssicherheit ein und nahm sie wegen eines Delikts gegen die Verkehrssicherheit sowie tätlichen Angriffs auf Polizeibeamte fest.










