Durchsuchungen in Luxusvillen auf Mallorca
Die Polizei auf Mallorca hat umfassende Durchsuchungen gegen den russischen Oligarchen Nikolai Kolesow durchgeführt. Betroffen waren mehrere Luxusimmobilien in Sol de Mallorca, die Gesellschaften gehören, die mit ihm in Verbindung stehen. Eine dieser Villen wurde 2014 von einer russischen Firma erworben und 2022 auf den Namen von Kolesows damals vierjähriger Tochter übertragen. Die Antikorruptionsorganisation von Alexei Nawalny schätzt den Wert des Anwesens auf rund fünf Millionen Euro.
Weitere Immobilien und Festnahme einer Anwältin
Neben den Objekten in Sol de Mallorca durchsuchten die Ermittler auch Immobilien in Son Ferrer und Port d’Andratx. Ein Immobilienbüro in Portals Nous, das an der Abwicklung der Geschäfte beteiligt gewesen sein soll, geriet ebenfalls ins Visier der Behörden. Im Zuge der Razzien nahmen die Ermittler eine ausländische Anwältin fest. Ihr werden Geldwäsche und Mitgliedschaft in einer kriminellen Organisation vorgeworfen. In den kommenden Tagen steht ihr ein Gerichtstermin in Palma bevor.
Immobilienkäufe im Millionenwert unter Verdacht
Die Vorwürfe beziehen sich auf Immobilienkäufe zwischen 2020 und 2023, die über verschiedene Firmen und Familienmitglieder Kolesows abgewickelt worden sein sollen. Die Ermittler, darunter Spezialkräfte vom spanischen Festland, sorgten mit ihrem Einsatz für Aufsehen bei den Anwohnern. Insgesamt wurden Häuser im Wert von etwa 18 Millionen Euro mit Kolesow in Verbindung gebracht.










