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Der Hotelverband auf Mallorca hat das sogenannte „Action Manual against Overtourism“ scharf kritisiert. Das Dokument trage zur Radikalisierung bei, so die Hoteliervereinigung (FEHM). Der Verband betont, dass die Debatte über das Tourismusmodell der Insel stets respektvoll und auf demokratischem Wege geführt werden müsse. Das Handbuch überschreite diese Grenze: Es enthalte Anleitungen zur Sabotage von Unternehmen sowie zur Zerstörung von öffentlichem und privatem Eigentum.
Laut FEHM definieren sich Organisationen auch über die Methoden, mit denen sie ihre Standpunkte vertreten. Die gezielte Identifizierung von Unternehmen und Einzelpersonen als Angriffsziele sei kein Dialog, sondern fördere ein Klima der Konfrontation, das niemandem nütze. Die Rechtfertigung von Zerstörung und der Aufruf zur Verschleierung von Identitäten gingen weit über legitime Kritik hinaus und trügen nicht zur öffentlichen Debatte bei.
Wirtschaftsverbände fordern Untersuchung des Manifests
In einer gemeinsamen Stellungnahme fordern der Arbeitgeberverband CAEB und weitere Wirtschaftsorganisationen die balearische Landesregierung auf, das Manifest zu untersuchen. Sie weisen auf mögliche kriminelle Handlungen hin, die durch die Anleitungen in dem Dokument gefördert werden könnten. José Miguel Artieda, Präsident der Immobilienmaklervereinigung, unterstrich, dass Meinungsfreiheit und Protestrecht wesentliche Säulen jeder Demokratie seien. Aufrufe zu Gewalt und Sabotage hätten jedoch in der öffentlichen Diskussion keinen Platz.
Der Hotelverband bekräftigte seinen Willen, weiterhin nach Konsenslösungen zu suchen und den Tourismus als zentrale Wirtschaftssäule Mallorcas zu stärken. FEHM betonte, dass Verbesserungen in der Tourismusbranche nur über konstruktive Vorschläge, Verantwortung und gegenseitigen Respekt erreicht werden könnten – zum Wohle von Arbeitnehmern, Unternehmen, Bewohnern und Besuchern.
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