Die Umgestaltung der Strände von Palma zu einem Luxusgut sorgt derzeit für Aufregung unter den Anwohnern. Auch der Weihnachtsmarkt in Sa Feixina ist in die Kritik geraten. Vergangenen Freitag kam es dort zu einem unerwarteten Zwischenfall zwischen dem Verband SOS Residents und der Präsidentin der Handelsorganisation PIMECO, Carolina Domingo. Die Protestierenden kritisierten den Markt, weil sie ihn als Symbol für die zunehmende Touristifizierung empfinden. Mitglieder von SOS Residents erklärten, solche Veranstaltungen würden zur Verdrängung der örtlichen Bevölkerung führen.
Kritik an Touristifizierung und ausländischen Einflüssen
SOS Residents wirft den Organisatoren vor, der Markt verdränge durch die Inspiration von ausländischen Konzepten die traditionelle lokale Kultur. Eine Aktivistin der Gruppe betonte, die Gruppe habe aus Protest schwarze Kleidung getragen, um die vermeintliche Kolonialisierung der Insel zu symbolisieren. Carolina Domingo verteidigte den Markt hingegen als positiven Impuls für den lokalen Einzelhandel und einen Ort der Begegnung in der Weihnachtszeit.
Umstrittene Preiserhöhungen an Palmas Stränden
Der ökologische Verein GOB hat in einem separaten Fall auf unrechtmäßige Preiserhöhungen für Strandausstattungen hingewiesen. Dieser Preisanstieg führe dazu, dass Strände für Einheimische unerschwinglich werden und somit einem exklusiven Klientel vorbehalten bleiben.
Beide Ereignisse verdeutlichen eine steigende Unzufriedenheit und den Widerstand gegen die Kommerzialisierung und die gesteigerte Orientierung am Tourismus, die der lokalen Gemeinschaft schaden könnten.










