Mallorcas Stadtviertel Pere Garau gilt als Spiegel des bunten Lebens auf der Insel – die Balkone erzählen von der Vielfalt ihrer Bewohner. Doch Mirko Perković thematisiert auch den Kontrast zwischen Einheimischen und Zugezogenen, der immer wieder zu Spannungen führt. Selbst MZ-Redakteurin Sarah López empfindet das Zwei-Klassen-System als belastend: Obwohl sie deutsch-spanische Wurzeln hat, fühlt sie sich nicht immer willkommen.
Deutsche Eigentümer am Caló des Moro sind verärgert über die jahrelange Untätigkeit der Behörden. Johannes Krayer fordert entschlosseneres Handeln. Die Insel kämpft zudem mit illegalen Müllhalden, die durch hohe Recyclingkosten begünstigt werden, wie MZ-Kolumnistin Jasmin Hickman berichtet.
Pere Garau als Gradmesser für Mallorcas soziale Spannungen
Die Betreiberin des SAM plant eine Schließung bis 2026, falls nicht grundlegende Änderungen erfolgen. Auch Sophie Mono äußert sich kritisch über die schmale Grenze zwischen Alltag und Gesetzesverstoß: Schwarzarbeit und illegale Bauten sind auf Mallorca weit verbreitet.
Lutz Minkner sieht im verbesserten Kulturzugang für Bewohner ein unentdecktes Potenzial der Palma-Bewerbung als Kulturhauptstadt. Trotz aller Hindernisse ist nachhaltiges Leben möglich und erstrebenswert, wie die Finca-Genossenschaft Son Sard zeigt.
Wohnungsnot und nachhaltige Perspektiven auf der Insel
Johannes Krayer spricht die Herausforderungen der Bauordnung an, während Lutz Minkner betont, dass nicht deutsche Investoren allein die Wohnungsnot verursachen. Die Auftritte der Inselvertreter auf Tourismusmessen in Madrid bewertet Alexandra Wilms differenziert – sie sieht darin sowohl Chancen als auch kritische Aspekte.
Mirko Perkovićs Reise mit seinen Kindern dient als metaphorische Lektion über Leben und Vergänglichkeit, während das unsichtbare Zwei-Klassen-System weiterhin den sozialen Zusammenhalt auf Mallorca herausfordert.










