Die Balearen-Regierung hat am Freitag ein umfangreiches Maßnahmenpaket als Reaktion auf die wirtschaftlichen Folgen des Konflikts im Nahen Osten vorgestellt. Das Paket umfasst finanzielle Hilfen und strukturelle Anpassungen, um besonders betroffene Wirtschaftsbereiche zu entlasten. Über die Förderbank ISBA stellt die Regierung 75 Millionen Euro bereit, damit Unternehmen und Selbstständige leichter an Kredite kommen. Die Kosten für Bürgschaften werden dabei übernommen, ebenso 90 Prozent der anfallenden Zinsen.
Weitere direkte Hilfen sind bereits beschlossen: Der Landwirtschafts- und Fischereisektor erhält 13,5 Millionen Euro zum Ausgleich gestiegener Betriebskosten – etwa für Treibstoff und Futtermittel – sowie zur Förderung von Investitionen. Dem Verkehrssektor stehen 9,75 Millionen Euro zur Verfügung, unter anderem für die Verschrottung alter Fahrzeuge und zur Unterstützung von Gütertransport, Reisebusunternehmen und Taxis. Die Bauindustrie bekommt ebenfalls 13,5 Millionen Euro, um steigende Rohstoffkosten abzufedern und Exportunternehmen zu stärken.
Inselrat Mallorca stellt 84 Millionen Euro bereit
Auch der Inselrat von Mallorca hat ein eigenes Hilfspaket in Höhe von 84 Millionen Euro geschnürt, um die wirtschaftlichen Belastungen infolge der Krise im Nahen Osten abzumildern. Neun Millionen Euro davon sind für gefährdete Familien vorgesehen, damit diese ihre Grundausgaben decken können. Weitere Mittel fließen in die Unterstützung von Sportvereinen und landwirtschaftlichen Genossenschaften.
Zudem sollen der Kultur- und Handwerkssektor mit Fördergeldern gestärkt werden. Zusätzliche öffentliche Investitionen betreffen die Modernisierung und nachhaltige Gestaltung der Straßeninfrastruktur sowie die Erneuerung kommunaler Sportanlagen. Diese Maßnahmen zielen darauf ab, die regionale Wirtschaft wieder anzukurbeln.
Die Maßnahmenpakete der Balearen-Regierung und des Inselrats zeigen das Engagement, die wirtschaftlichen Auswirkungen des Nahostkonflikts auf den Balearen einzudämmen. Am 1. April soll das Maßnahmenpaket in einer Sondersitzung des Regierungsrats per Dekret verabschiedet werden.










