Die Bauindustrie und der Lebensmittelsektor auf Mallorca stehen vor einer Preisexplosion, die durch den anhaltenden Konflikt im Nahen Osten verschärft wird. Bartolomé Servera, Vorsitzender der Balearic Islands Food and Beverage Distributors Association, warnte, dass europäische Hersteller bereits Signale für zukünftige Preissteigerungen senden. Die Auswirkungen könnten gravierender ausfallen als 2022, als die Inflation in Spanien über zehn Prozent lag. Ein entscheidender Faktor ist der Transport durch die Straße von Hormus, über die 20 Prozent der weltweiten Öl- und Gasversorgung abgewickelt werden.
Die Bauindustrie leidet ebenso unter dieser Situation. Der steigende Ölpreis trifft alle Glieder der Lieferkette – von Transport bis zur Herstellung von Baumaterialien wie Zement und Stahl. Diese Kosten liegen bereits 30 bis 35 Prozent über dem Niveau vor der Pandemie. Innerhalb einer Woche erhöhte sich der Dieselpreis auf den Balearen um 30 Cent pro Liter, was zu erheblichen Mehrkosten für Baumaschinen führt.
Baubranche fordert Zuschüsse und Vertragsanpassungen
Angesichts dieser Entwicklungen fordert die balearische Bauindustrie die Regionalregierung auf, dringende Maßnahmen zu ergreifen. Dazu zählen Dieselzuschüsse und die Überarbeitung von öffentlichen Vertragspreisen. Ohne solche Schritte droht ein Stillstand sowohl bei öffentlichen als auch bei privaten Bauprojekten.
Lebensmittelpreise steigen weiter
Die Situation wirkt sich auch auf die Lebensmittelpreise aus. Die Erzeuger müssen die gestiegenen Produktions- und Transportkosten auf die Verbraucher umlegen. Produkte wie Milch, Eier und Brot, die auf Kraftstoff und Elektrizität für Produktion und Transport angewiesen sind, könnten bald deutlich teurer werden.
Beide Sektoren betonen, dass Gegenmaßnahmen erforderlich sind, um die wirtschaftlichen Auswirkungen der Krise abzufedern und eine nachhaltige Entwicklung zu sichern.










