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In Esporles auf Mallorca haben Miet- und Immobilienpreise ein Rekordniveau erreicht. Das Wohnen dort ist für viele Menschen unerschwinglich geworden. Laut einer Analyse der Wohnungsmarktexpertin Sonia Vives beanspruchen die Mietkosten in dem Dorf derzeit 98 Prozent des Einkommens. Die Studie zeigt außerdem: 46 Prozent der Immobilienkäufer stammen aus dem Ausland, elf Prozent der Objekte werden von Unternehmen erworben.
Immobilienpreise haben sich mehr als verdoppelt
Seit 2010 haben sich die Immobilienpreise in Esporles mehr als verdoppelt. Der Durchschnittspreis stieg von 313.186 Euro auf 659.195 Euro im Jahr 2025. Ein Viertel der Immobilien gehört mehreren Eigentümern, 28 Prozent der Wohnungen werden nicht als Hauptwohnsitz genutzt, elf Prozent stehen leer.
Bürgermeister fordert Einstufung als angespannter Wohnungsmarkt
Josep Ferrà, der Bürgermeister von Esporles, zeigt sich über diese Entwicklung besorgt. Er fordert, dass die Gemeinde als „Gebiet mit angespanntem Wohnungsmarkt“ eingestuft wird. Der Gemeinderat hat eine entsprechende Selbsteinstufung beschlossen. Ziel ist es, Wohnraum wieder bezahlbar zu machen und jungen Menschen den Verbleib in der Gemeinde zu ermöglichen.
Die Gemeinde arbeitet daran, das Angebot an erschwinglichem Wohnraum zu erhöhen. Geplant sind 18 IBAVI-Sozialwohnungen, die laut Ferrà allerdings nur einen ersten Schritt darstellen. Auf der kommunalen Wohnungsnachfrageliste stehen bereits 110 Anträge von insgesamt 258 Personen.
Zudem untersucht der Gemeinderat Möglichkeiten, leerstehende Immobilien für den Mietmarkt zu aktivieren. Die Zahl leerstehender Objekte soll gesenkt werden, damit Wohnen in Esporles künftig auch für Normalverdiener möglich wird.
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