Die Debatte über die zunehmende Ankunft von Migranten auf Mallorca hat sich verschärft. Llorenç Galmés, Präsident des Consell de Mallorca, weist auf die steigende Zahl kleiner Boote hin, die an der Südküste der Insel landen. Diese Boote stellen sowohl ein Umweltproblem als auch eine finanzielle Belastung für die Gemeinden dar. Galmés fordert die spanische Regierung unter Pedro Sánchez auf, dringend Maßnahmen zu ergreifen, um diesen Zustrom zu kontrollieren.
Der Präsident des Consell erklärt, dass Mallorca die Kanarischen Inseln bei der Zahl der ankommenden Migranten überholt habe. Er drängt darauf, dass die europäische Grenzschutzagentur Frontex in der Region tätig wird, um die Schleuseraktivitäten einzudämmen. Dies sei notwendig, um weitere lebensgefährliche Überfahrten zu verhindern.
Kritik an Galmés‘ Migrationspolitik
Gleichzeitig gerät Galmés unter Druck von der lokalen PSOE-Gruppe, die ihm vorwirft, das Thema politisch auszunutzen. Amanda Fernández, Spitzenkandidatin der Sozialisten auf Mallorca, kritisiert, dass die Debatte entmenschlicht werde. Sie unterstreicht, dass der Schwerpunkt auf humanitärer Unterstützung liegen sollte, statt die Ankunft von Migranten nur als statistisches Problem zu betrachten.
Bisher sind in diesem Jahr bereits 5.627 Menschen auf den Balearen angekommen, die Zahl der Boote stieg auf 303 an. Im Vergleich dazu sank die Anzahl der Migranten, die die Kanarischen Inseln erreichten, erheblich.









