Auf Mallorca hat die balearische Regierung zusammen mit der jüdischen Gemeinschaft der Balearen den Internationalen Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocausts begangen. Die Veranstaltung fand im Consolat de Mar in Palma statt und beinhaltete symbolische Gesten wie das Entzünden von sieben Kerzen, die für die sechs Millionen ermordeten Juden sowie andere Opfer der NS-Konzentrationslager stehen.
Die Präsidentin der Balearen, Margalida Prohens, betonte die Bedeutung der Gedenkfeier und verurteilte antisemitische Hassbotschaften. Sie rief dazu auf, palästinensische Parolen nicht zu verharmlosen, und warnte vor deren direkten Konsequenzen. Damit reagierte sie auf Äußerungen der Podemos-Rätin Lucía Muñoz, die sich für das Auslöschen Israels ausgesprochen hatte.
Kritik an antisemitischen Äußerungen
Ari Molina, Präsident der jüdischen Gemeinschaft der Balearen, nahm direkt Bezug auf Muñoz und warnte vor den Gefahren von Desinformation und Propaganda, die Antisemitismus fördern. Er kritisierte die Parallelen zu den Ansichten der iranischen Führung und stellte die Frage, ob Muñoz‘ Partei islamistische Positionen teile.
Die Veranstaltung endete mit einem Gebet und einer Schweigeminute als Zeichen der Erinnerung und des Respekts für die Opfer des Holocausts.
Politische Debatte um Hassrede dauert an
In Palma hält die politische Auseinandersetzung über hasserfüllte Rhetorik und deren mögliche Folgen an. Sowohl die lokale als auch die internationale Politik stehen vor der Herausforderung, die Ehrung der Vergangenheit mit dem Bewusstsein für aktuelle politische Diskurse in Einklang zu bringen.










