Am Donnerstag demonstrierte die Landwirtschaft auf Mallorca mit massiven Traktorprotesten gegen den EU-Mercosur-Handelspakt und Kürzungen der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP). Zwei getrennte Aktionen zeigten die Spaltung im Sektor. Unió de Pagesos und die Associació de la Producció Agrària Ecològica organisierten eine Protestfahrt in Palma, bei der rund 30 Traktoren vom Parkplatz Son Fusteret Richtung Mercapalma fuhren. Zeitgleich fand in Ariany eine größere Mobilisierung mit 200 Traktoren statt, organisiert von Cooperatives Agroalimentàries de Balears, Asaja-Balears und UPA-AIA Balears, unterstützt von Landwirtschaftsminister Joan Simonet.
Proteste gegen Mercosur-Abkommen und GAP-Kürzungen
Der Protest richtete sich gegen den EU-Mercosur-Pakt, der Produkte ohne europäische Standards zulässt und somit den lokalen Markt unter Druck setzt. Unió de Pagesos betonte, dass etwa 20 Prozent der landwirtschaftlichen Betriebe keine GAP-Hilfen erhalten, was ihre Existenz gefährdet. In Ariany forderten die Teilnehmer neben fairen Wettbewerbsbedingungen auch, die Lebensmittelsicherheit als unverhandelbar anzuerkennen. Konsens unter den Protestierenden war die Notwendigkeit, nationale Produkte vor Importen mit niedrigeren Standards zu schützen.
Minister Simonet drängte darauf, GAP-Kürzungen abzuwenden oder zumindest die insulare Besonderheit der Balearen als Entschädigung einzufordern. Hinsichtlich Mercosur betonte er, Schutzklauseln seien erforderlich, um die europäischen Landwirte zu schützen. Politische Unterstützung erhielten die Landwirte von verschiedenen lokalen Politikern, die an den Protesten teilnahmen, um ihre Solidarität zu zeigen.










