Die PSOE hat am Donnerstag vorgeschlagen, die stark befahrene Vía de Cintura in Palma de Mallorca zu untertunneln und auf der frei werdenden Fläche einen grünen Korridor anzulegen. Die Initiative soll im Januar im Consell de Mallorca und im Stadtrat von Palma vorgestellt werden. Ziel ist es, die städtische Barriere zu beseitigen, die durch die bestehende Verkehrsachse entsteht.
Nach den Plänen der Sozialisten soll auf der Oberfläche ein durchgängiger grüner Ring mit öffentlichen Räumen, Gemeinschaftseinrichtungen sowie Fuß- und Radwegen entstehen. Stadtteile wie Son Gotleu, Nou Llevant, la Soledat, Son Malferit und Rafal Vell sollen besser miteinander verbunden werden. Diese Viertel weisen nach Ansicht der PSOE strukturelle Defizite und einen Mangel an öffentlichen Einrichtungen auf.
Machbarkeitsstudie und Zusammenarbeit gefordert
Bei einer Veranstaltung an der Vía de Cintura erhielten die Sozialisten Unterstützung von mehreren Parteivertretern. Der Vorschlag sieht vor, zunächst eine Machbarkeitsstudie durchzuführen. Für die Umsetzung fordern die Sozialisten die Zusammenarbeit verschiedener Verwaltungsebenen: der Stadt Palma, der Balearenregierung und der spanischen Zentralregierung. Auch europäische Fördermittel sollen in Betracht gezogen werden.
Francesc Dalmau, Stadtrat in Palma, hob hervor, dass der Tunnelbau nicht nur die Mobilität verbessern, sondern auch die Lebensqualität der Anwohner erhöhen würde. Er kritisierte frühere Projekte der Volkspartei (PP), bei denen Grundstücke für Wohnbauprojekte statt für öffentliche Einrichtungen genutzt worden seien.
Die PSOE bezeichnet die Vía de Cintura als „Narbe“ in der Stadt. Die Debatte um das Projekt hat die politische Auseinandersetzung mit der PP verschärft. Die Sozialisten fordern eine abgestimmte Anstrengung auf staatlicher, regionaler und kommunaler Ebene.










