Am 31. Mai hat die Polizei in Palma zwei italienische Staatsbürger verhaftet, die einem Touristen eine Luxusuhr im Wert von 50.000 Euro in es Molinar geraubt haben sollen. Der Diebstahl ereignete sich, als der Tourist auf dem Weg zu seinem Auto war. Einer der Verdächtigen packte ihn von hinten, riss ihm die Uhr vom Handgelenk und floh zusammen mit einem Komplizen auf einem Motorrad. Umfangreiche Ermittlungen führten zu den Verdächtigen, die sich bereits auf dem Weg nach Barcelona befanden.
Spezialisierte Banden operieren auf Mallorca
Hinter derartigen Raubüberfällen stehen meist spezialisierte Banden, vorwiegend aus Neapel, die mutmaßlich mit der Camorra in Verbindung stehen. Diese Gruppen agieren hochorganisiert und wechseln häufig ihre Einsatzorte, um der Polizei zu entgehen. Die mutmaßlichen Täter wurden bei ihrer Ankunft am Flughafen Barcelona von der Nationalpolizei festgenommen. Die Ermittlungen zu der Tat sowie möglichen weiteren Verwicklungen dauern an.
Die Banden beobachten ihre Opfer gezielt in der Nähe von Luxushotels und exklusiven Wohngegenden. Um an Schmuck oder Uhren zu gelangen, schrecken sie auch vor Gewalt nicht zurück. Die Täter flüchten regelmäßig mit Motorrädern und bringen das Diebesgut schnell außer Landes. Mittlerweile haben Ermittler festgestellt, dass diese Vorgehensweise zunehmend von Gruppen aus Nordafrika kopiert wird. Auch gefälschte Dokumente für den Mietwagenverleih gehören zur Standardausrüstung der Kriminellen.
Die Polizei auf Mallorca arbeitet eng mit der Polizia di Stato aus Italien zusammen und konnte bereits mehrfach Erfolge bei der Zerschlagung solcher Banden verzeichnen. Grundlage dafür ist die systematische Analyse der Vorgehensweisen der Täter.










