Palma de Mallorca hat mit seiner Bewerbung zur Europäischen Kulturhauptstadt 2031 einen Rückschlag erlitten. Die Initiative scheiterte bereits vor dem Finale. Dennoch birgt das Scheitern Potenzial für positive Entwicklungen, wenn die Stadt an ihren kulturellen Zielen festhält, so MZ-Kulturredakteurin Brigitte Rohm.
Ingo Wohlfeil kritisiert, dass Palma nicht einmal einen Weihnachtsmarkt organisieren konnte und daher nicht bereit für die Rolle als Kulturhauptstadt war. Die Bewerbung habe damit auch grundsätzliche Defizite in der kulturellen Infrastruktur der Stadt offengelegt.
Kulturelle Herausforderungen der Inselhauptstadt
Seit 2013 steht das ehemals improvisierte Gefängnis unter der Verwaltung der Stadt und dient inzwischen als Unterkunft für Obdachlose. Dies wird von vielen als Symbol kommunaler Verantwortungslosigkeit betrachtet. Gleichzeitig ruft MZ-Redakteurin Sarah López dazu auf, der Jugend mehr Wissen über den Bürgerkrieg und die Franco-Diktatur zu vermitteln.
Einen positiven Akzent setzt die Vinoteca Dala Wine in Palma, die mit dem Mavrud „Cheval de Katarzyna“ die Weinvielfalt Bulgariens präsentiert. MZ-Kolumnist Jürgen Mathäß lobt diese Initiative als Beispiel für kulturelle und gastronomische Bereicherung auf der Insel.
Trotz des gescheiterten Kulturhauptstadt-Projekts zeigt sich: Palma kann von der intensiven Vorbereitungsphase profitieren, wenn die erarbeiteten Kulturkonzepte weiterverfolgt werden. Die Stadt bleibt gefordert, ihre kulturelle Identität zu stärken und die vorhandenen Potenziale besser zu nutzen.










