Auf Mallorca hat ein turismofeindliches Manifest der Plattform „Menys turisme, més vida“ für erhebliche Spannungen gesorgt. Die Plattform ruft in einem sogenannten ‚kale borroka‘-Handbuch zu Aktionen gegen den Tourismussektor auf. Regierung, lokale Behörden und Verbände kritisieren diese Aufrufe scharf.
Der insulare Tourismusminister Guillem Ginard verurteilte die Gewaltaufrufe deutlich. Er betonte, dass Ideen nicht mit Angst oder Zerstörung durchgesetzt werden dürfen. Ginard forderte, jede Form von Angriffen auf Tourismusbetriebe oder Besucher mit aller Härte des Gesetzes zu verfolgen. Solche Angriffe gefährden nicht nur einzelne Unternehmen, sondern auch die Lebensgrundlage vieler mallorquinischer Familien.
Regierung warnt vor Eskalation bei geplanter Demonstration
Gouverneurin Marga Prohens appellierte an die Urheber des Manifests, ihre Aufrufe zurückzunehmen. Sie zeigte sich besorgt, dass die vorgeschlagenen Aktionen bei der für Mittwoch geplanten Demonstration zu bedauerlichen Zwischenfällen führen könnten.
Verschiedene Organisationen und Gewerkschaften unterstützen den Aufruf zur Beruhigung und wollen den wirtschaftlich wichtigen Tourismussektor der Ferieninsel schützen. Ein bulgarischer Bürger hat zudem Strafanzeige gegen die Plattform eingereicht. Die Polizei prüft den Fall.









