Neue Schutzmaßnahmen für die Serra de Tramuntana
Die Serra de Tramuntana, eines der bedeutendsten Natur- und Kulturerbe Mallorcas, wird künftig durch ein neues Schutzgesetz besser geschützt. Kernstück der Reform ist ein verschärftes Sanktionssystem. Bei schwerwiegenden Verstößen wie Brandstiftung oder dem Fällen geschützter Bäume drohen Bußgelder von bis zu einer Million Euro. Diese Gelder fließen in die Wiederherstellung von Landschaftselementen wie den traditionellen Terrassenfeldern. Künftig ist die Nutzung von Quads und anderen motorisierten Freizeitfahrzeugen auf unbefestigten Wegen verboten.
Llorenç Galmés, Präsident des Consell, erklärte, das neue Gesetz werde mit breitem Konsens erarbeitet und solle den langfristigen Schutz der Kulturlandschaft sichern. Ein verpflichtendes Gutachten zu den Auswirkungen auf das Kulturerbe wird eingeführt. Es ist für alle Vorhaben erforderlich, die die Werte der Landschaft beeinträchtigen könnten. Der Schutzbereich wird auf historisch verbundene Gebiete erweitert, die bisher außerhalb der UNESCO-Abgrenzung lagen. Monumentale Olivenbäume und traditionelle Trockensteinbauten erhalten besonderen Schutz.
Wiederbelebung der Landwirtschaft in der Serra de Tramuntana
Ein Schwerpunkt der neuen Gesetzgebung liegt auf der Wiederbelebung der Landwirtschaft und Viehzucht in der Serra, die in den letzten Jahren zurückgegangen sind. Agrargebäude dürfen saniert werden, ohne ihre Abmessungen zu verändern. Regionale Produkte, auch Wildfleisch, sollen verstärkt vermarktet werden.
Das Konsortium der Serra de Tramuntana wird zur zentralen Behörde für Genehmigungen ernannt, um Verwaltungsprozesse zu vereinfachen. Die Jagd bleibt zulässig und wird als Verwaltungsinstrument anerkannt. Im Tourismus wird das kulturelle Erbe der Serra stärker hervorgehoben. Bergsport ist als traditionelle Aktivität anerkannt, kann aber bei Überfüllung oder aus Sicherheitsgründen eingeschränkt werden.










