Die Autonome Gemeinschaft der Balearen hat eine neue Finanzstrategie für die Jahre 2026 bis 2028 genehmigt. Ziel ist die schrittweise Rückkehr zu den Finanzmärkten bei gleichzeitiger nachhaltiger Verringerung des Schuldenstands. Die Genehmigung erlaubt den Balearen, flexibel zwischen Marktfinanzierung und den Mechanismen des Fondo de Financiación de las Comunidades Autónomas (FFCA) zu wechseln, um die Finanzierungskosten zu optimieren.
Möglich wurde die Verabschiedung des Plans, nachdem die Balearen am 28. Juli dem Finanzierungssegment Facilidad Financiera beigetreten waren. In den vergangenen drei Jahren senkte die Region ihre Schulden um mehr als 500 Millionen Euro und sicherte damit die Indikatoren für finanzielle Nachhaltigkeit. Die Gemeinschaft erfüllt nun alle Anforderungen für die Facilidad Financiera: eine Kreditbewertung im Investment-Grade von A- mit positivem Ausblick, eine Schuldenquote von unter 19,5 Prozent des Bruttoinlandsprodukts, einen ausgeglichenen oder positiven Haushalt sowie gesetzeskonforme Zahlungsfristen.
Gestaffelte Finanzierungsstrategie der Balearen
Für 2026 plant die Regionalregierung ein Schuldenvolumen von 827,05 Millionen Euro. 40 Prozent sollen über die Facilidad Financiera, 60 Prozent über den Markt finanziert werden. In den Folgejahren steigt der Anteil der Marktfinanzierung kontinuierlich: 2027 sollen 27 Prozent über den FFCA und 73 Prozent über die Märkte finanziert werden. Bis 2028 soll sich die Finanzierung vollständig auf die Märkte verlagern – bei einem prognostizierten Volumen von 1.164,2 Millionen Euro. Dies markiert einen klaren Schritt zur vollständigen finanziellen Normalisierung der Region.










