Am Wochenende hat ein neuer Treffpunkt in Palma de Mallorca seine Tore geöffnet und für Aufsehen gesorgt. Das von der deutschen Influencerin Soraya geführte Wellnesstudio „So Mallorca“ mit angeschlossenem Café wurde in der Nacht von Samstag auf Sonntag Ziel eines Graffiti-Angriffs. Unbekannte sprühten „Weniger Tourismus, mehr Kiez“ an die Fassade des Studios im Pere-Garau-Viertel. Die Betreiberin Soraya zeigte sich tief betroffen. Sie verstehe die Kritik am Massentourismus und der Gentrifizierung, betonte jedoch, dass ihr Projekt auch auf Einheimische ausgerichtet sei – unter anderem durch Preisnachlässe für Anwohner.
Beim Soft-Opening am Samstag waren neben deutschen und spanischen Influencern auch kommunale Vertreter sowie die Anwohnervereinigung des Viertels anwesend. Diese verurteilte den Vandalismus und appellierte an Respekt und Dialog. Soraya, die als Kind mit ihren Eltern nach Mallorca kam, kennt solche Vorbehalte bereits aus Artà, einem Dorf im Osten der Insel. Dort sei sie als Deutsche öfter mit Vorurteilen konfrontiert worden, erzählte sie.
Diskussion um Gentrifizierung in Pere Garau
Das Viertel Pere Garau steht im Mittelpunkt der Debatte über Gentrifizierung. Die Umwandlung der Carrer Nuredduna in eine Fußgängerzone lässt viele Anwohner eine zunehmende Elitisierung befürchten. Nael Falo von der Stadtteil-Initiative „Flipau amb Pere Garau“ äußerte Bedenken hinsichtlich der Entwicklung des Viertels. Trotz der angespannten Stimmung lockte das Soft-Opening mit kostenlosen Yoga- und Pilateskursen zahlreiche Neugierige an. Die hohen Preise für Behandlungen bleiben jedoch ein Kritikpunkt vieler Anwohner.










