Die Kapazität zur Aufnahme unbegleiteter minderjähriger Migranten auf den Balearen steigt auf 434 Plätze. Diese Anhebung ergibt sich aus einem Entwurf für ein neues königliches Dekret. Die zuständige Ministerin Sira Rego begründet die Maßnahme damit, dass sie notwendig sei, um das System auszubalancieren und Überlastungen in einzelnen Regionen zu vermeiden. Obwohl die balearische Regionalregierung Widerstand leistet, will Rego den Vorschlag zeitnah dem Ministerrat vorlegen.
Balearische Regierung kündigt rechtliche Schritte an
Antoni Costa, Sprecher der balearischen Regierung, machte bei einer Pressekonferenz deutlich, dass die Region die Erhöhung der Aufnahmeplätze von 406 auf 434 ablehnt. Bereits in der Vergangenheit habe man gegen ähnliche Vorgaben aus Madrid rechtliche Schritte eingeleitet. Costa betonte, dass die Balearen auch künftig gegen solche zentralistischen Maßnahmen vorgehen werden, insbesondere wenn sie die regionale Autonomie in Asylfragen einschränken.
Derzeit werden auf den Balearen über 700 minderjährige Migranten betreut – die vorhandenen Kapazitäten sind damit längst überschritten. Sowohl die balearische Regierung als auch die Region Madrid lehnen zudem eine von der Zentralregierung geplante außerordentliche Regularisierung von Migranten ab. Beide Regionen befürchten, dass diese nicht die notwendigen Garantien bietet.










