Die spanische Justiz hat am Freitag zwei Frauen freigelassen, die zuvor wegen ihrer mutmaßlichen Verbindung zu einem russischen Magnaten auf Mallorca festgenommen worden waren. Bei dem Magnaten handelt es sich um Nikolai Kolesov, der als enger Vertrauter von Wladimir Putin gilt und von den USA und Kanada wegen seiner Rolle im Ukraine-Krieg mit Sanktionen belegt wurde. Die beiden Frauen – eine Anwältin und eine Immobilienverwalterin – stehen im Verdacht, beim Erwerb von Luxusanwesen auf der Insel geholfen zu haben. Die Immobilien wurden auf die Namen von Kolesovs minderjährigen Kindern und seiner Schwester registriert. Nach Angaben der Verdächtigen hatten sie keine Kenntnis über die Herkunft des für die Käufe verwendeten Geldes. Zudem betonten sie, dass die Transaktionen vor Verhängung der Sanktionen stattgefunden hätten.
Beschlagnahmte Unterlagen sollen Klarheit bringen
Bei mehreren Durchsuchungen beschlagnahmte die Polizei Unterlagen, die nun Aufschluss über die Immobiliengeschäfte geben sollen. Kolesovs Anwesen, darunter mehrere Luxuschalets in Calvià, wurden ohne Einwände spanischer Notare auf Familienmitglieder überschrieben. Die Ermittler werten dies als Versuch, die internationalen Sanktionen zu umgehen. Trotz der hohen Summen und der Komplexität der Transaktionen gibt es bislang keine Hinweise darauf, dass spanische Banken in die Geschäfte involviert waren.










