Die Guardia Civil hat auf Mallorca eine der größten illegalen Schildkrötenzuchten Europas ausgehoben. Auf einer Finca in Llucmajor entdeckten die Beamten mehr als tausend Schildkröten, viele davon nach der CITES-Artenschutzkonvention geschützt. Hauptverdächtiger ist ein 54-jähriger Deutscher, dem zusammen mit zwei weiteren Personen illegale Zucht und Handel vorgeworfen wird. Der dritte Verdächtige soll die Tiere in Barcelona verkauft haben.
Nach Angaben der Staatsanwaltschaft hielten die Beschuldigten die Schildkröten ohne die erforderlichen Lizenzen zu Zucht- und Verkaufszwecken. Bei der Durchsuchung fehlte jegliche Dokumentation zu den Tieren. Zudem stellten die Ermittler fest, dass ein Teil der Schildkröten nicht artgerecht untergebracht war.
Ermittlungen begannen am Flughafen Palma
Die Ermittlungen nahmen im März 2017 ihren Anfang, als am Flughafen von Palma eine Lieferung von acht Schildkröten entdeckt wurde. Die Spur führte zur Finca in Llucmajor, wo die Beamten die große Zuchtanlage auffanden. CITES-Inspektoren und ein Geldspürhund unterstützten die Polizei bei den Ermittlungen, Bargeld wurde allerdings nicht gefunden. Anschließend beschlagnahmten die Behörden die Tiere.
Der Fall zeigt die Dimension des illegalen Handels mit geschützten Arten und unterstreicht die Notwendigkeit internationaler Zusammenarbeit. Die Gerichtsverhandlungen gegen die Angeklagten dauern an, eine endgültige Entscheidung steht noch aus.










