Ein Polizeieinsatz in Palma de Mallorca hat in der Region für politische Spannungen gesorgt. Iago Negueruela, ehemaliger Tourismusminister und derzeitiger PSOE-Kandidat für das Bürgermeisteramt von Palma, kritisierte das Vorgehen der Polizei während der Demonstrationen. Negueruela forderte von dem sozialistischen Regierungsdelegierten Alfonso Rodríguez Badal Erklärungen zu den Einsätzen gegen Demonstranten.
Auch die Föderation der Nachbarschaftsvereine Palma prangerte die Polizeieinsätze an und verlangte Konsequenzen. Sie warf der Polizei vor, gezielt versucht zu haben, die friedliche Demonstration zu kriminalisieren.
Demonstrationen gegen Tourismus-Überlastung und Wohnungsmangel
Die Proteste richteten sich gegen die touristische Überfüllung und die angespannte Wohnsituation in der Region. Die Unzufriedenheit der Bewohner wächst, da viele bezahlbare Wohnungen eher Touristen als Einheimischen zur Verfügung stehen. Diese Problematik hatte bereits in der vergangenen Legislaturperiode an Brisanz gewonnen, als die wachsende touristische Infrastruktur die Segregation verstärkte.
Streit zwischen linken Parteien
Die Vorfälle führten zu Spannungen zwischen den linken Parteien in der Region. Més per Mallorca forderte den Rücktritt von Rodríguez wegen der angeblich unverhältnismäßigen Gewaltanwendung. PSOE und Més waren historisch Verbündete in der balearischen Regierung, doch die jüngsten Ereignisse belasten diese Allianz.
Alfonso Rodríguez kündigte an, die Ereignisse gründlich überprüfen zu lassen und die Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen. Gespräche mit der Polizeiführung vor Ort sind bereits geplant.









