Eine Welle von Autoeinbrüchen hat die Anwohner des Viertels Parc de ses Fonts in Palma alarmiert. In der Nacht drangen Diebe in mindestens zwei Gemeinschaftsparkhäuser ein und brachen etwa 15 Fahrzeuge auf. Die Täter zerschlugen die Scheiben der Autos, um Wertgegenstände zu entwenden – der angerichtete Schaden überstieg dabei meist den Wert der Beute. Die betroffenen Bewohner schalteten die Polizei ein, die nun daran arbeitet, die Täter zu fassen. Inzwischen haben die Anwohner Sicherheitsmaßnahmen ergriffen und appellieren an die Gemeinschaft, diese konsequent einzuhalten.
Unterdessen sorgt in Palma die Vergabe der Strandkonzessionen für Diskussionen. Ein Unternehmer, Nicolau Canaves, der sich für die Verwaltung mehrerer Strände in Palma beworben hat, fiel wegen erheblicher Zahlungsrückstände in anderen Gemeinden negativ auf – darunter in Calvià und Son Servera. Canaves nutzte verschiedene Unternehmen, um seine Gebote abzugeben. In Palma soll ihm voraussichtlich die Verwaltung des Strandes von Ciutat Jardí zugesprochen werden, da es keine Konkurrenz gibt, obwohl er bei vorherigen Ausschreibungen wegen unzureichender Bewertungen durchgefallen war. Der Stadtrat von Calvià hat aufgrund der Zahlungsrückstände den Vertrag für die Strände von Santa Ponsa und Magaluf vorsorglich suspendiert.
Zahlungsrückstände in mehreren Gemeinden
Erhebliche Rückstände verzeichnete auch Son Servera, wo Canaves mit einem anderen Unternehmen, Pure Mallorca Real Estate, ebenfalls Strände verwaltet. Trotz dieser Vorwürfe betonen einige Gemeinden, dass Canaves in Santanyí seine Zahlungen pünktlich geleistet habe. Die Mallorca Business Association warnte vor einem möglichen Betrugsrisiko bei den Ausschreibungen. Canaves steht im Verdacht, sogenannte Briefkastenfirmen zu verwenden, um höhere Gebote abzugeben und später die Zahlungspflichten zu verletzen.
Die Entdeckung dieser Praktiken wirft Fragen zur Effektivität der aktuellen Ausschreibungsprozesse auf – insbesondere hinsichtlich des Schutzes öffentlicher Gelder und der Integrität von Ausschreibungen. Die Gemeinden in Palma und Umgebung suchen nun nach neuen Wegen, um derartige Missstände künftig zu verhindern und die Transparenz sowie die Sorgfalt im Umgang mit öffentlichen Ausschreibungen zu erhöhen.










